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Lizenzen & Nebenrechte...

 

 

Lizenzen und Nebenrechte

- Eine Information für Autoren -

 


 

Die Auswertung von Lizenzen und Nebenrechten ist in Verlagen, wenngleich nicht zwingend, so aber doch von tragender Bedeutung, die auch bei der Entscheidung eines Verlages über ein Manuskript Berücksichtigung findet.

Vor dem Abschluss eines Verlagsvertrages gilt der Autor uneingeschränkt als Rechteinhaber, der diese auch einzeln zur Realisierung an die Medien vergeben kann, beispielsweise die Print-, Audio- oder Videorechte und Rechte an Medienproduzenten im weitesten Sinne.

In den USA – einem Land, in dem Autoren nur und ausschließlich mit Literary Agencies arbeiten, weil die Medienproduzenten nur mit Literatur-Agenturen sprechen und verhandeln – werden die Lizenzen meist getrennt vergeben. Also werden beispielsweise der Verlagsvertrag für ein Buch oder aber auch die Verträge mit einem Taschenbuchverlag, einem Buchclub oder mit einer Filmproduktion unabhängig voneinander und gesondert vom Autor über seine Literatur-Agentur vergeben. Es kommt aber auch vor, wenngleich seltener, dass der Verlag alle Rechte mit dem Verlagsvertrag übernimmt und diese in kooperativer Zusammenarbeit mit der Literatur-Agentur selbst auswertet.


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Die Gestaltung des Verlagsvertrages obliegt dort dem Verhandlungsgeschick des Literatur-Agenten aufgrund der vorgegebenen Möglichkeiten. Einen Katalog, aus dem sich ersehen lässt, welche Modalitäten und Bedingungen in einem Verlagsvertrag verankert sind, gibt es nicht. Als Parameter gelten der Bekanntheitsgrad des Autors, seine bisherigen Verkaufserfolge und die zu erwartende Verkaufsauflage.

Wenn in Deutschland ein Verlagsvertrag zwischen einem Verlag und einem Autor abgeschlossen wird, dann übernimmt fast immer der Verlag das Copyright, die eigene Auswertung der Lizenzen, was bedeutet, dass der Verlag nach einem verhandelbaren Schlüssel immer an der Auswertung der Rechte beteiligt ist, es sei denn, es geht um einen internationalen Bestsellerautor, der durch seinen Literatur-Agenten bestimmte Rechte ausklammern möchte, beispielsweise die Rechte der Verfilmung, die Übernahme auf Tonträger oder die Ausklammerung der Lizenzvergabe in bestimmte Länder. Diese müssen dann im Verlagsvertrag namentlich benannt werden. Aber das gilt in der Regel nur für international bekannte und erfolgreiche Bestsellerautoren.

Die Auswertung der Lizenzen obliegt dem jeweiligen Verlag, der je nach Unternehmensgröße auch eigene Lizenzabteilungen unterhält, so wie in diesen Verlagen auch Werbeabteilungen, Marketing- und Vertriebsabteilungen arbeiten.

Bei den mit und über unsere Literatur-Agentur vereinbarten Verlagsverträgen, schaltet sich kooperativ und in Absprache mit dem jeweiligen Verlag die Literatur-Agentur initiativ ein.

So haben wir als erste deutsche Literatur-Agentur für deutschsprachige Autoren auch mit den Taschenbuchabteilungen der großen Verlage

 

Ullstein | Rowohlt

Droemer-Knaur | Goldmann

S. Fischer | Bastei-Lübbe


Lizenzverträge vermittelt, deren Garantiehonorar meist im fünfstelligen Bereich angesiedelt werden kann. Wir haben aber auch an andere, kleinere Verlage Rechte für Taschenbücher vergeben oder bei unterschiedlichen Verlagen Softcover-Ausgaben, Paperback- oder auch Sonder- und Bibliotheksausgaben platziert.

Bei der Vergabe von Filmrechten arbeiten wir konzentriert und kooperativ mit den Verlagen, den Filmproduktionen und Sendern zusammen.

Wenn es um die Lizenzvergabe in fremdsprachige Länder geht, wirkt die Literatur-Agentur auch produktiv in Übereinstimmung mit dem Rechteinhaber und dem jeweiligen Verlag zusammen. So sind bis heute in achtzehn Ländern Ausgaben von den in und über die Literatur-Agentur erschienenen Büchern verlegt worden.

Für einen Verlag, den Autor oder Rechteinhaber kann die Auswertung der Lizenzen von tragender Bedeutung sein. Es bedarf nur der Zustimmung der Beteiligten, der Unterschrift unter einen Lizenzvertrag und schon steht für den Autor – und auch für den jeweiligen Verlag – eine Honorierung an, die bisweilen das durch die Originalausgabe erreichte Honorar übertrifft. Und für den Autor und den Verlag fallen Honorare an, für die sie nicht erneut schriftstellerisch tätig sein müssen.

In vielfältigen Varianten bekommt die Lizenzauswertung so Bedeutung und beinhaltet als Dreingabe die Tatsache, dass der Namen des Autors noch gegenwärtiger und bekannter wird.